One Piece - The Begin x)

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 Das Bergdorf

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AutorNachricht
Der Geist mit dem NudelholzDer Geist mit dem Nudelholz
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BeitragThema: Das Bergdorf   Do Dez 03 2015, 19:01

das Eingangsposting lautete :

Das Bergdorf. Für die Bewohner der Stadt existiert es nicht, für die Marine und die Regierung ist es ein Dorn im Auge.

Wer als 'ehrwürdiger' Geschäftsmann zumindest öffentlich nicht zugeben möchte, im Schwarzmarkt aktiv zu sein, der steuert nicht den Schwarzen Hafen, sondern den Theodor-Hafen an und lässt sich anschließend samt schleppender Gefolgschaft in dieses Bergdorf kutschieren. Weshalb? Im Endeffekt ist es die Abgabestelle für Hehler- und Schmugglerware, die von Außerhalb in Schriftform bestellt wurde und nicht im Schwarzen Hafen abgeholt wird.

Für die Dorfbewohner ein lukratives Geschäft - Sie verpachten ihre Keller und Scheunen für gutes Geld an Kriminelle und genießen zudem den Schutz der bewaffneten Milizen aus dem wenige Stunden entfernten Schwarzen Hafen.

Sollte man ohne die Absicht, hier etwas entgegen zunehmen oder zu bestellen, dieses Dorf betreten, so sollte man darauf achten, nicht länger als einen halben Tag in ihm zu verbleiben - Denn sonst wacht man mit durchgeschnittener Kehle wieder auf.

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AutorNachricht
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Di Jun 07 2016, 18:52

Tatsächlich hatte das junge Mädchen auch damit gerechnet, dass Shara irgendwas sagen würde, oder zumindest ein abfälliges Geräusch von sich geben würde. Tatsächlich allerdings war sie ganz ruhig und schien nichts dazu sagen zu wollen. Wendy glaubte nicht unbedingt, dass die Frau sie respektierte und deswegen nichts sagte. Vermutlich war sie mit ihren Gedanken einfach nur schon dabei, wie sie die Leute loswerden sollte, die gleich zu ihnen stießen. Hoffentlich taten sie der Violetthaarigen nichts... Wendy mochte sie zwar eigentlich nicht, aber sie wollte auch nicht, dass ihr etwas passierte. Immerhin half sie ihnen ja gerade!
Aber das kleine Mädchen hatte keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn sie und Luc mussten nun erstmal die Schlucht überwinden und innerlich drehte sich schon ihr Magen dabei um. Sie wollte wirklich nicht unbedingt springen... Am Liebsten wäre es ihr gewesen, sie könnten einfach durch die Tür verschwinden. So allerdings blieb ihnen nichts anderes übrig als diesen Weg zu nehmen, weswegen sie sich unsicher an Luc festhielt, der damit einverstanden war mit ihr zu springen.
Bemüht keinen panischen Ton von sich zu geben, als sie den Halt unter den Füßen verlor, nachdem sie mit dem Seil über die Schlucht pendelten und dort ein wenig runter fielen, kniff Wendy die Augen ein wenig zu und drückte sich leicht an Luc. Erst als sie tatsächlich sicher auf der anderen Seite landeten atmete sie wieder ordentlich, da sie unterwegs teils die Luft angehalten hatte und schaute verunsichert zu dem Abgrund hinter ihnen. Danach schaute sie nach oben, wo das Seil hin und her wackelte. Allerdings war von Shara nichts zu sehen und sie konnte auch nichts hören, was von ihr ausgehen würde...
Beunruhigt schaute sie zu Luc auf, der ebenfalls in diese Richtung geschaut hatte. "Kommt sie denn nicht nach?", fragte Wendy leise, blickte einmal kurz nach hinten, wo sie weitergehen müssten, nur um dann wieder nach oben zu schauen. Sie konnten doch nicht ohne Shara abhauen... Was wenn ihr was passierte!?
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Sa Jun 18 2016, 09:34

Luc war irritiert. Shara war nicht schwer auf den Beinen und - soweit er es noch einschätzen konnte - auch trotz ihrer etwas kränklicheren Figur sicherlich nicht daran gehindert, so einen Sprung mit Leichtigkeit auszuführen. Er hätte ihr sogar zugetraut, ohne jegliche Hilfestellung auf diese Seite der Schlucht zu springen, ohne es auch nur mit einem Seufzer oder Keuschen abzutun. Nein, die Shara die er kannte wäre schon längst auf ihrer Seite angekommen, wenn sie es gewollt hätte. Umso mehr Fragen kamen auf wenn man hinterfragte, warum sie es nicht war.
Einige Sekunden stand er still und horchte zusammen mit Wendy nach auffälligen Geräuschen oder Bewegungen, aber um den eingestürzten Keller war es gänzlich ruhig geworden. Keine Stimmen, keine Kampfgeräusche, nichts als eine gähnend leere Geräuschkulisse. Ein Umstand, den wohl keiner von beiden einfach so hinnehmen wollte.
Aber nach Shara zu schreien war an dieser Stelle keine Option.
"Eigentlich sollte sie das." war schließlich auch seine ungewollt stumpfe Antwort auf Wendys Frage. Er wollte gerade zu einer etwas weiter gefassten Antwort ausholen, als er in seinem Augenwinkel mitbekam, wie ein metallener Gegenstand aus der aufgebrochenen Wandlücke gefolgen kam, das Seil an einer hohen Stelle durchtrente und klimpernd mit dem Faserngeflecht in die Klippe stürzte. Dann hörte man ein Rumpeln und es wurde wieder still. Gänzlich.
"Was zum?!" sprudelte es wachsam aus ihm heraus. Der Drang nach seiner alten Freundin zu rufen wurde größer, aber etwas in ihm riet ihm drastisch davon ab, so eine unbeholfene Vorgehensweise zu wählen. Vielleicht war es auch sein Gewissen, immerhin hatte er einen Menschen bei sich, den er beschützen musste. Er selbst wäre vielleicht selbstloser mit seinem Leben umgegangen, aber er war Wendy etwas schuldig. Nicht nur, weil er sie hier mit reingezogen hatte, sondern auch, weil er sie in der kurzen Zeit lieb gewonnen hatte.

Die Aussage jedenfalls, die ihnen das Metallstück überbrachte, war eindeutig: Shara würde nicht kommen. Oder schlimmer noch: Shara hat es erwischt. Es gab unterschiedliche Ansätze für eine Interpretation, aber sie alle liefen auf den selben Grundsatz hinaus: Sie mussten alleine weitergehen. Ein Umstand, den sich wohl keiner von ihnen gewünscht hatte. Und wäre es auch nicht um das Adrenalin in seinen Herzkammern, würde der rosahaarige Pirat sich an dieser Stelle auch der Irrationalität hingeben.

"Ich glaube es ist besser, wenn wir jetzt gehen... Shara... Shara kommt wohl auf anderem Wege nach..."
Er wollte diese sanft ausgesprochene Lüge selber glauben, aber dazu hätte er wohl eine Naivität an den Tag legen müssen, die vermutlich den sicheren Tod für ihn bedeuten würde. So blieb ihm nur noch offen, Wendy in Sicherheit zu bringen und auf eine Gelegenheit zu hoffen, seiner ehemaligen Ausbilderin zur Seite zu stehen.
Blieb nur die Frage, wie sie hier überhaupt rausfinden sollten.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Di Jun 28 2016, 20:20

Verunsichert schaute Wendy nach oben und wartete darauf, dass Shara ihnen nachkam. Die Kleine war ja noch nicht so gut mit Shara auf einen Nenner gekommen, aber sie wollte trotzdem nicht, dass ihr irgendwas passierte. Am Liebsten hätte sie jetzt ja doch gehabt, dass Shara ihnen sofort gefolgt wäre. Aber das kam leider nicht...
Auf einmal sah sie sogar etwas aufblitzen und das Seil fiel runter. Offensichtlich wurde es zertrennt. Mit großen Augen starrte Wendy runter in den Abgrund und anschließend zu Luc, welcher offensichtlich auch ein wenig überfordert mit der Situation war. Wendy konnte ihm ansehen, dass er sich auch Sorgen machte, aber scheinbar wollte er sich nichts anmerken lassen. Sicherlich um ihr keine Sorgen zu bereiten. Wendy war zwar naiv, aber auch sie konnte sich denken, dass dort oben irgendwas nicht stimmte. Sie wünschte Shara aber alles Gute und betete einfach dafür, dass sie wirklich auf einen anderen Weg herauskam.
Sanft drückte die Blauhaarige die Hand von Luc und schaute lieb zu ihm auf. "Das tut sie bestimmt. Shara ist stark", meinte die Kleine lächelnd, drehte sich zum Gang um und zog sanft an der Hand von Luc. Sie selbst machte sich zwar große Sorgen und dergleichen, aber es wäre wohl besser, wenn sie jetzt weitergingen. Wendy hoffte inständig, dass Shara wirklich nachkam.. Herausfinden würden sie das aber wohl nur, wenn sie jetzt weitergingen. "Wo kommen wir da raus?", fragte sie, um sich abzulenken und irgendwie auf ein anderes Thema zu kommen. Außerdem konnte es ja nicht schaden schonmal darüber nachzudenken, wo sie gleich sein würden und dergleichen.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Fr Jul 08 2016, 20:38

Luc war ein wenig perplex, als Wendy anfing an seinem Arm zu ziehen und ihn somit aus seinen Gedanken holte. Die Sache schien ihn ein wenig akuter mitzunehmen als er gedacht hatte, umso froher war er, dass er jemanden an seiner Seite hatte, dem er vertrauen konnte. Wendy mochte zwar noch klein sein, war aber für ihr Alter bereits erstaunlich erwachsen... Zum Großteil.
"Ja... Ja, Shara ist stark..."
Mit einem recht schwerfälligen Kopfschütteln schob der rosahaarige Pirat schlussendlich die Sorgen aus seinem Kopf und versuchte, sich wieder voll und ganz auf ihren eigentlichen Plan zu konzentrieren, nämlich aus diesem Drecksloch wieder heile rauszukommen. Und das hoffentlich mit Shara.
"Ich schätze mal wir werden es erst herausfinden, wenn wir nachschauen."
Mit einem sanften Kächeln beantwortete er die Frage der Kleinen und entschloss sich dazu, mit eher behuntsamen und langsamen Schritten in das spärlich beleuchtete und scheinbar nur mäßig benutzte kleine Tunnelsystem vorzudringen. Wendys Hand ließ er dabei bewusst nicht los, es war in dieser Situation schlicht und einfach schön jemanden an seiner Seite zu haben, außerdem konnte er so besser auf sie aufpassen. Und das war wohl auch eine seiner höchsten Prioritäten.

Während sie sich langsam aber sicher ihren Weg durch das Tunnelsystem bahnten, welches nicht sehr groß zu oder weitläufig zu sein schien, herrschte eine fast schon beunruhigende Stille, lediglich gebrochen durch ein leises Flüstern der beiden, wenn sie sich mal auf etwas aufmerksam machten. Es war auch kurios, dass sie lediglich an durchnummerierten Holztüren vorbeikamen, hinter denen sich ein paar Lagerräume befanden, ohne dabei selbst als Keller eines der Häuser zu fungieren.
"Liegt es eigentlich an mir oder gibt es in diesem Tunnelsystem gar kein Gefälle? Ich habe das Gefühl wir befinden uns immer auf gleicher Höhe wie der Steg in der Schlucht..."
Flüsterte er zu Wendy, als sie gerade in einen weiteren, semi gefüllten Lagerraum traten. So langsam bekam er das Gefühl, dass ihnen irgendetwas wichtiges nicht einfallen wollte.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   So Jul 24 2016, 13:58

Die Blauhaarige war wirklich froh, dass Luc auf sie reagierte und noch nicht ganz in seine Gedanken abgedriftet war. Zwar versuchte Wendy gerade ihre Gedanken bei sich zu halten und irgendwie mehr oder weniger erwachsen zu sein und zu handeln, aber sie würde wohl gleich wieder den Boden unter den Füßen verlieren, wenn Luc nicht auf sie reagiert hätte. Das passierte aber zum Glück nicht, denn er antwortete ihr, wenn auch zuerst noch ein wenig abwesend. Wendy lächelte ihn sachte an und nickte eifrig. Es würde schon gut gehen, das musste man sich nur mehr oder weniger einreden. Und da sie gerade in einer recht blöden Situation waren konnte Wendy sich das sehr gut einreden. Fast schon mühelos. Immer noch besser als alles negativ zu sehen und zu denken Shara wäre schon tot. Das brachte nur weitere schlechte Gedanken mit sich und dann könnte man sich gleich den Abgrund runterstürzen.
"Da hast du wohl Recht", stimmte Wendy lächelnd zu. Nur hier stehen und abwarten brachte ihnen gar nichts. So würden sie nie wissen, wo sie da rauskommen. Also würden sie nachsehen müssen. Noch immer an Lucs Hand lief das junge Mädchen die Gänge entlang und schaute sich dabei aufmerksam um, auch wenn es nicht besonders gut beleuchtet war. Der Tunnel schien ihr aber irgendwie endlos lang, denn außer dutzende von Lagerräumen, die eigentlich gar keinen Sinn ergaben, fanden sie nicht besonders viel. Theoretisch war das gut, so wollte ihnen auch niemand an die Gurgel... aber sie mussten doch auch irgendwann mal den Ausgang erreichen. Oder gingen sie die falschen Wege? Was das überhaupt möglich?
"Ich glaub auch nicht, dass wir bergab gehen...", gab Wendy nachdenklich von sich, schaute zurück, als könne sie da sehen ob sie hoch oder runter gingen und blickte dann wieder nach vorne. "Vielleicht geht es ja auch gar nicht bergab..", gab sie unsicher von sich. Aber wo kamen sie denn dann hin? Würden sie dann nicht irgendwie unter dem Dorf herlaufen? Irgendwas passte wirklich nicht..
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Fr Aug 19 2016, 13:44

Luc wusste nicht wirklich etwas mit ihrer Umgebung anzufangen. Kein Gefälle, endlos viele Lagerräume, in denen effektiv nichts vorhanden war, kein Wachpersonal. Das ganze machte absolut keinen Sinn. Weshalb sollte ein Ort wie das verkommene Bergdorf mit seinen zwei Dutzend Häusern über so ein großes, massives und aufwändiges Tunnelsystem verfügen, mal ganz abgesehen von den Mühen, die komplette Schlucht zu überdecken? Was war so besonders an Trois, dass es hier Menschen gab, die so viele Mühen auf sich nahmen... Für effektiv garnichts?
Der rosahaarige kratzte sich nachdenklich am Kopf, als er neben einer weiteren Tür stehen blieb, die vermutlich auch nur in einen weiteren leeren Lagerraum mündete.
"Das macht doch alles gar keinen Sinn. Keine Wachen, keine Waren, nur aufwändig und penibel eingehauene Lagerräume, in denen mehr Staub liegt als Nutzen..." seine Stimme, die sich langsam von einem sachten Flüstern in eine hallende, männliche Stimme entwickelte, die in mehreren hundert Metern wohl noch zu hören war. Sein eigenes Echo lag ihm noch in den Ohren, als er anfing mit den Fingern über die mit Holzrinde bezogene Tür zu gleiten. "Wieso sollte jemand sich so viel Arbeit machen, nur um sie im Nachhinein verkommen zu lassen?"
Luc hatte seine Stimme wieder auf eine sachtere Lautstärke reguliert. Während seine Finger über die raue Rinde fuhr, konnte er nicht anders als einen Seufzer hinauszulassen. Es wirkte fast so, als wären diese Türen einfach alle bereits in ihrer Form aus einem Baum geholzt worden.
"Lyridon... Lyridon, bist du es?"
Eine kratzige, alte Stimme ertönte hinter der Holztür, die er soeben gemustert hatte.
"Was machst du hier? Ich dachte, Lord Redun hat dich zum Wachdienst im Hafen beordert?"
Lucs Blick fiel zu Wendy. Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken, aber scheinbar schien der alte Mann hinter der Tür alleine zu sein.
"I-Ich... Ich wollte dich mal besuchen, O-... Onkelchen!"
Der rosahaarige Pirat dachte nicht lange über seine Worte nach, er sprach sie einfach im Affekt. Entweder er stürmte den Lagerraum mit Gewalt, oder er spielte einfach mit. So oder so - der alte Mann war wohl ihre einzige Anlaufstelle, aus diesem Labyrinth wieder herauszukommen.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Do Aug 25 2016, 20:33

Ebenso wie Luc hatte die Blauhaarige keine Ahnung wo genau sie sich jetzt befanden, wie sie rauskommen sollten und wo es überhaupt weiterging. Entsprechend schaute sie ihn etwas hilflos an und lief ihm eher einfach nur hinterher. Irgendwie hatte sie ja doch noch die Hoffnung, dass Luc schon wissen würde, wo es lang ging. Aber wenn sie ehrlich sein sollte, dann sah er genauso planlos aus wie sie, mal davon abgesehen, dass er ja auch schon selbst gesagt hatte, dass ihm hier alles spanisch vorkam.
"Naja, jedenfalls gäbe es genug Stauraum, wenn es etwas zu lagern gäbe..", gab Wendy nachdenklich von sich. Platz war hier wirklich mehr als genug. Aber wenn es nichts gab, dass man in die Räume packte, dann brauchte man doch eigentlich auch gar nicht so viele Räume. Fand sie jedenfalls. Vielelicht verstand sie auch einfach nur das System noch nicht so richtig und dachte deswegen so naiv. Irgendeinen Grund würde es für die ganzen Tunnel und Räume schon geben. "Vielleicht ist der Tunnel ja auch aufgegeben worden", gab Wendy nachdenklich von sich. Das würde jedenfalls erklären, warum die Tunnel leer und staubig waren. Aber besonders logisch war das wohl nicht, wenn das Haus darüber schon benutzt wurde.
Bei einer Holztür angekommen hörten sie auf einmal eine Stimme und Wendy blieb wie erstarrt stehen. Ohje, wer war das denn jetzt? Verunsichert schaute die Blauhaarige von Luc zur Tür, als wenn sie durch diese hindurch schauen könnte. Luc reagierte eher reflexartig und antwortete irgendwas von wegen besuchen und Onkelchen. Der verwirrte Blick von Wendy wanderte zu ihrem Freund. Wie kam er bitte auf sowas? Entsprechend fragend sah sie Luc an, auch wernn er ihr jetzt vermutlich nicht antworten würde, immerhin standen sie vor der Tür hinter der irgendein Mann war.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mi Sep 07 2016, 13:35

Sein Blick wanderte schauderhaft zu seiner jungen Begleitung, als er realisierte, auf was für einem dünnen Eis er gerade spielte... Nagut, er war auch nicht wirklich für die besten Ideen seiner Zeit bekannt, aber irgendwo war diese Situation gerade auch schon grenzwertig. Zu seinem Glück schien der alte Mann jedoch allein zu sein, oder zumindest hörte man keine anderen Stimmen. Es tat ihm zwar im Herzen weh, so zu denken, aber als Informationsquelle würde er sich sciherlich eignen... Zwar vermutlich erst unter gewaltandrohung, aber... Wo ein Weg fehlte, mussten Mittel her.
Der rosahaarige Pirat spielte einige Sekunden mit dem Gedanken, Wendy draußen warten zu lassen, während er die Situation zu seinen Gunsten drehen würde. Er verwarf ihn allerdings recht schnell auch wieder, als die Antwort des alten Mannes ertönte.
"Achso... Das ist sehr freundlich von dir! Komm doch herein und hilf einem alten Mann mit seiner Arbeit..." ein Hauch von Freundlichkeit hatte sich unter die Kratzigkeit gemischt, die Luc ein dermaßen schlechtes Gewissen machte, dass er daran dachte, einfach zu sagen er habe keine Zeit und weiterzugehen. Bevor er diesen Plan allerdings in die Tat umsetzen konnte, öffnete sich schon die Tür vor ihm. Ein hagerer, weißhaariger Mann im Frack stand nun vor ihm, der Bart stilvoll gepflegt und die Haare mit Aufwand frisiert. Es zeichneten sich bereits viele Falten im Gesicht des älteren Herren, aber zu behaupten er wäre das gewesen, was er sich unter der Stimme vorgestellt hätte, wäre eine glatteLüge gewesen.
Während der rosahaarige Pirat fast schon in einer Schockstarre dastand und den alten Mann musterte, vielen ihm plötzlich die beiden milchweißen Augen auf, die versuchten ihn zu erfassen.
"Entschuldigung mein Junge.... Ich sehe nicht mehr so gut... Lass dich mal anschauen, Bursche..."
Eine Hand fasste an sein Gesicht und ging seine Züge nach, während ein Hauch warmen Atems seine Wange streifte. Der ältere Mann stand nun so dicht an ihm, dass er sogar schwören konnte, seinen Herzschlag hören zu können. Als er schließlich mit seiner Musterung fertig war, wandte er sich Wendy zu... Zielgenau legte er die Hand an ihre Wange, obwohl sie nicht mal einen Pieps von sich gegeben hatte, seitdem sie sich vor dieser Tür befanden.
"Und du, junge Dame? Wer bist du?"
Ein sanftes Lächeln zeichnete sich auf den Lippen des Herren ab, als er seine brüchige Stimme erhob.
"Wollt ihr beiden nicht reinkommen und mir Gesellschaft leisten?"

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   So Sep 25 2016, 11:01

Verwirrt, ja regelrecht planlos schaute Wendy von Luc zur Tür, bis sie wieder die Stimme des alten Mannes vernahm. Das junge Mädchen hatte im Moment wirklich nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie reagieren sollte, ob sie überhaupt etwas sagen sollte oder einfach im Hintergrund blieb. Theoretisch hatte sie seit sie vor der Tür standen ja noch nichts gesagt, also konnte auch niemand hinter der Wand wissen, dass sie da ist. Andererseits wollte sie Luc auch nicht mit der Situation alleine lassen, immerhin schien er selbst nicht wirklich zu wissen, was er da tat. Nicht sonderlich verwunderlich. Was machte man da auch? Irgendwie reagieren, eher reflexartig, als wirklich darüber nachgedacht. War nur die Frage, ob sie damit weit kommen würden.
Der alte Mann schien sich zu freuen, dass er Besuch bekam und öffnete schließlich die Tür. Wendy hatte das Aussehen des Mannes irgendwie auch anders eingeschätzt... Irgendwie weniger gepflegt und ordentlich, wenn sie ehrlich sein sollte. Aber das musste sie dem armen Mann ja nicht sagen. Sie belogen ihn hier ja schon, da musste man nicht noch solche Dinge von sich geben - wobei das zu Wendy wohl eh nicht passen würde.
Schweigend schaute Wendy zu, wie der Mann sich Luc nun ansehen wollte und dabei an seinem Gesicht herumtastete. Leicht an Luc vorbei gesehen war offensichtlich, dass er wohl entweder nicht gut, oder gar nicht sehen konnte. Seine Augen hatten eine ziemlich ungesunde Farbe angenommen.
Erschrocken zuckte Wendy zusammen, als er sie dann direkt ansprach und ebenfalls berührte. Woher wusste er denn, dass sie überhaupt da war? Sie hatte keinen Ton von sich gegeben... Verunsichert wanderte ihr Blick kurz zu Luc, bevor sie den Mann wieder anschaute und zaghaft zu einer Antwort ansetzte. "I-Ich bin eine Freundin von ihm... ich wollte ihn begleiten...", gab sie leise als Antwort und lächelte zaghaft. Naja, das Lächeln würde er wohl eh nicht sehen können, aber Wendy wollte trotzdem irgendwie nett zu dem Mann sein. Er könnte eine Hilfe für sie sein, aber ihm irgendwas antun wollte sie auf keinen Fall.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   So Okt 02 2016, 23:08

Er wusste nicht so recht, ob er den älteren Mann nun als Bedrohung oder einfach als potentielle Informationsquelle betrachten sollte. Der ungesunden Färbung seiner Augen und seiner eigenen Aussage zufolge war er so gut wie blind, dennoch waren all seine Bewegungen zielgenau und fast schon zu sicher ausgeführt. Sie wurden also entweder auf den Arm genommen oder ihr Gesprächspartner verfügte über irgendeine übermenschliche Fähigkeit. Der Kerl bedeutet jedenfalls nichts gutes...
Trotz seiner negativ angehauchten Gedankengänge wagte er es nicht, eine Miene zu verziehen. Wenn er dem Mann nicht schaden wollte, so würde er wohl oder Übel mitspielen müssen. Er war gerade davor das Gespräch weiterzuführen, als ein süffisantes Lächeln das Gesicht des Mannes in Frack zierte. Was zur Hölle ging hier überhaupt vor?
"Ich schätze mal es ist sinnlos dieses Spiel weiterzuspielen. Aber um mich um die Fragezeichen in euren Augen zu kümmern... Meine Sehkraft ist nicht mehr vonnöten."
Die Situation wandelte sich just in diesem Moment von einem sporadischen ich-weiß-nicht-was-ich-tue zu einem hat er gerade wirklich den Tisch umgeschmissen?. Was und wer genau war dieser Mann? Und was meinte er mit "Meine Sehkraft ist nicht mehr vonnöten"? Hatte er auch von so einer Teufelsfrucht gegessen? Wenig wusste der junge Pirat, dass er bald eine Antwort auf seine Fragen bekommen sollte. "Nein, keine Teufelsfrucht. Ich habe das Vorahnungshaki erlernt, um meine angeborene Sehschwäche auszugleichen. Aber genug zu mir. Was wollt ihr hier?"
Aus der schwachen, kratzigen Stimme wurde urplötzlich eine fordernde und bestimmende. Als wäre die Tatsache, dass sie hier mit ihnen unbekannten Fähigkeiten konfrontiert wurden nicht genug, nein, jetzt wurden sie auch noch mit einem gedankenlesenden Gegner konfrontiert. Luc wurde bewusst, dass vor ihnen kein simpler alter Mann stand, sondern vermutlich eine der Elitkräfte der örtlichen Kriminellen. Es gab also keinen Grund mehr, sich hinter Lügen zu verstecken. Ganz abgesehen davon, dass sie eh keinen Effekt hatten.
"So unangenehm es mir auch ist... Wir haben uns verlaufen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass Ihr vorhabt uns den Weg zu weisen..." er sagte es mehr aus Höflichkeit als aus Redebedarf, um einen Kampf würden sie vermutlich ohnehin nicht herumkommen.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   So Okt 02 2016, 23:39

[NPC-Ersatz für Wendy]

Etwas angespannt und eingeschüchtert stellte Wendy sich hinter Luc... Wieso trafen sie immer nur auf so komische Menschen? Das Glück schien wirklich nicht auf ihrer Seite zu stehen... Erst entgingen sie zusammen mit Shara einem Anschlag, mussten waghalsig über eine Klippe springen und jetzt waren sie mit einem Gegner konfrontiert, der ihre Gedanken lesen konnte. "Pass auf Luc... Er ist bestimmt Stärker als er aussieht..." flüsterte sie zu ihrem Begleiter, auch wenn ihr klar war, dass ihr Gegenüber sie verstehen konnte. Aber was genau war dieses Vorahnungshaki überhaupt? Wer stand da überhaupt vor ihnen? Die Blauhaarige hatte so viele fragen, traute sich aber nicht auch nur eine davon zu stellen. Hoffentlich kamen sie unbeschadet aus dieser Situation heraus.
"Keine Sorge, Kleines. Es liegt nicht an mir über euch zu richten." sprach der alte Mann plötzlich. Wendy traute ihm aber nicht... Außerdem war es mehr als nur unangenehm zu wissen, dass ihre Gedanken nicht mehr nur bei ihr waren. Luc hingegen zeigte wenig Angst oder Verstörung und bereitete sich wohl auf einem Kampf vor. Aber wenn ihr Gegner schon ihre Gedanken lesen konnte und trotz Blindheit dazu fähig war, sie zu sehen, was erwartete sie noch unter diesem Frack?
"Ich finde die Idee eines Kampfes nicht sonderlich berauschend. Lass dein Brecheisen da wo es hingehört, junger Mann. Es benötigt keinen Konflikt um unbeschadet aus dieser Situation herauszukommen."
Er konnte ihnen vorgeigen was er wollte, aber Wendy glaubte ihm kein Wort. Sie wollte aufhören so naiv zu sein... Diese Mann bedeutete schlechte Nachrichten...
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   So Okt 02 2016, 23:55

Luc musste ein Schmunzeln unterdrücken. Er glaubte dem alten Mann kein Wort, aber umgekehrt war es vermutlich genau so. Sie befanden sich in einem rhetorischen Patt. Keiner traute keinem, niemand wollte kämpfen. Was also gab es zu tun, außer weiter zu reden, in der Hoffnung irgendeine Erkenntis zu gewinnen? Die Tatsache, dass seine Gedanken nicht mehr privat waren störte dabei noch ungemein mehr. Ihm kam allerdings eine Idee, als er in Gedanken nochmal zurück zum Keller dachte, in dem sie sich vor einiger Zeit noch befanden. "Wer ist eigentlich dieser Sir Ichija, den man uns gegenüber erwähnt hat?" Er hätte sich die Frage auch denken können, es hätte wohl oder übel den selben Effekt gehabt, aber was solls. So schnell kam man um die eigenen Angewohnheiten ja nicht herum.
"Sir Ichija? Schaut euch um und ihr könnt sehen, was er erschaffen hat. Er ist ein Weich-Weich Mensch, der von ebengleicher Teufelsfrucht gegessen hat. Er hat die Fähigkeit alle festen Stoffe zu verflüssigen und neu zu formen."
Die Aussage des älteren Herren klang verbindlich, fast schon wie abgerufen. Sie bot an sich schon eine Menge Material für Nachfragen an, aber Luc entschloss sich dazu, nichts zu sagen. Sein Gegenüber würde die geste wohl oder übel verstehen.
"Mir gefällt eure Denkweise, junger Mann..." sate er schließlich mit einem leichten Lächeln. "Glaubt mir, ich habe nicht die Absicht Euch Schaden zuzufügen. Selbst wenn Sir Ichija euch als Bedrohung ansehen würde, so gäbe es für mich keinen Grund mich in euren Weg zu stellen. Falls ihr die Absicht habt, euch einem der Vier Köpfe von Trois in den Weg zu stellen, tut euch keinen Zwang an."

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 00:16

Wendy wusste nicht mehr, was sie jetzt glauben sollte oder nicht. Auf der einen Seite war der alte Mann nicht sehr vertrauenswürdig, auf der anderen Seite aber gleichzeitig unheimlich ehrlich und offen. Wer gab denn einfach so Informationen zum eigenen Boss weiter? War er so stark dass es ihn nicht zu interessieren hatte? Und hatte dieser Sir Ichija wirklich das ganze Tunnel-System geschaffen... Alleine? Das musste eine wirklich mächtige Kraft sein, die er da hatte.
"Was meint Ihr mit Vier Köpfe von Trois? Sind das die, die im Schwarzen Hafen das Sagen haben?" fragte sie, wobei sie nicht wirklich laut und überzeugend wirkte. Sie wusste nicht, was sie von dem ganzen halten sollte.
"Ja, dem ist so. Die vier Anführer herrschen über den Großteil der Insel, wobei jeder sein eigenes Territorium hat. Sir Ichija ist der Herr des Bergdorfes und allem, was sich dort drunter befindet. Womöglich kümmert er sich auch just in diesem Moment um eure Freundin."
Wendys Augen weiteten sich. Er wusste von Shara? Hatte Luc an sie gedacht, oder kann er auch das fühlen, was weiter entfernt passiert? Ein simples und unaufgefordertes Nicken des Mannes bestätigte ihre Vermutung. Leicht presste sie sich an Luc und klammerte sich um seinen Arm. So langsam machte der alte Mann ihr gehörig Angst.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 00:48

Lucs Augen weiteten sich und er faste seinem Gesprächspartner aus purem Reflex und Beschützeinstinkt an den Kragen. Wenn seine Intention gewesen war, ihm gehörig die Laune zu verderben und das Biest in ihm zu wecken, so war er erfolgreich gewesen. Es kümmerte ihn nicht wer oder was dieser Sir Ichija war, aber wenn er es wagte seiner Freundin etwas anzutun, dann würde er es büßen.
"Wo ist sie?" knirschte er zwischen zusammengepressen Zähnen hervor. Er war kurz davor seinen Gegenüber an die Wand zu pressen, als die Hände eben dessen an die seinen fassten und sie langsam aber beständig nach unten drückten. Vor lauter Verwunderung, welche Kraft er noch in seinen alten Knochen hatte, gab der Rosahaarige schließlich nach und ging wieder einen Schritt zurück zu seiner ursprünglichen Position. "Es gibt keinen Grund für Gewalt. Sir Ichija wird ihr nichts tun ehe ihr ihm einen Grund dazu gebt. Seine Intentionen sind allerdings klar, er bietet Lady Shara im Gegenzug zu der Teufelsfrucht, die sich in eurem Besitz befindet." Seine Stimme war weiterhin bestimmend, verlor allerdings einen Teil ihres Druckes. Hatte er ihn gerade tatsächlich ein wenig eingeschüchtert? Lucs Gedanken sprangen jedoch schnell zu einem anderen Thema, als die Teufelsfrucht angesprochen wurde, die er gegessen hatte. Eigentlich würde er ja jetzt seriös bleiben, konnte ein spöttisches Lachen aber nicht unterdrücken.
"Ich denke, die Grundlagen für diesen Tausch sind nicht gegeben. Wenn euch die Chance also gegeben ist... Informiert euren Sir, dass wir uns unsere Freundin zu unseren ganz eigenen Konditionen zurückholen werden." Ein hämisches Grinsen zierte seine Lippen, als er zu Ende sprach. Sein Gegenüber schien nicht wirklich schockiert zu sein, setzte allerdings eine konzentrierte Miene auf.
"Nun denn, ihr habt einen Fehler begangen, den ihr mit eurem Leben bezahlen werdet." Es klang mehr nach einer Feststellung als nach einer Drohung, aber das war luc in diesem Moment ziemlich egal. Er brauchte nur noch eine Antwort, oder zumindest eine Karte, um dem ganzen ein Ende setzen zu können.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 01:40

Wendy schreckte zurück, als Luc instinktiv an den Kragen des alten Mannes fasste und ihn bedrohlich zurückschob. Klar, die Nerven lagen bei ihnen blank, aber sie wusste nicht ob Aggression jetzt wirklich das war, was ihnen weiterhalf. Sie wussten immer noch nicht, wie sie aus diesem Irrgarten rauskommen sollten und der einzige, der ihnen da weiterhelfen konnte war eben jener alter Mann, den der Rosahaarige gerade bedrohte. Klar, sie hatte auch Angst und Bange um Shara, aber sie hatte auch Angst, hier unten vielleicht sterben zu müssen. Einige Sekunden dachte sie darüber nach, ob sie Luc nicht zurückziehen sollte, aber die Situation löste sich glücklicherweise von selbst auf. Der Mann sagte nur noch etwas von einer Frucht, die in ihrem Besitz wäre... Meinte er die, in die Luc vor kurzer Zeit so unbedacht gebissen hatte? Sie hoffte nicht... Und sie hoffte noch mehr, dass es keine Teufelsfrucht war, in die er da gebissen hatte. Die hießen ja nicht umsonst so, oder?
Während Luc sich weiter mit dem Mann im Frack befasste, warf Wendy einen behutsamen Blick in die Kammer. Sie war ein wenig besser und vor allem luxuriöser ausgestattet als die zahlreichen anderen Räume hier... Vielleicht war das ja ein gutes Zeichen dafür, dass sie auf dem richtigen Weg waren. Auch einen Schreibtisch konnte sie erkennen, leider aber nicht die Dinge, die darauf lagen. Aber wenn der Rest der Räume so leer war, vielleicht war der Aufgang ja auch in dem Zimmer? Auf jeden Fall war ihre Situation mehr als komisch. Sie wartete noch einige Augenblicke ab, bis ihr Gegenüber sich wieder vollends ihrem Partner zuwandte und spring dann über ihren Schatten und huschte in die Kammer. Ihr war bewusst, dass ihm das nicht entgangen sein würde, aber soweit machte er keine Anstalten sie aufzuhalten oder zurückzuweisen. Behutsamen Schrittes machte sie sich zum Schreibtisch, auf dem aber nur irgendein bekritzeltes Pergament lag. Auch ein Treppenaufgang oder ähnliches war nirgends zu entdecken, wohl aber ein Kompass, der unweit von ihr auf einem Pass lag. Der kann uns vielleicht ein bisschen helfen... Dann gehen wir jedenfalls nicht mehr im Kreis...
Als die Blauhaarige den Kompass jedoch in die Hand nahm, sponn er kurz um und zeigte anschließend wieder auf das eingravierte W für Norden... Wobei.. W? Warum W? Da müsste doch eigentlich ein N stehen... Und als wäre das nicht schon komisch genug, fehlten auch die anderen drei Himmelsrichtungen. Wendy riss die Augen auf als sie realisierte, wofür das W stand. Auch wenn sie noch ein halbes Kind war, so war die Schlussfolgerung "Weg" wohl am naheliegensten...
"Luc! Ich.... sie wollte ihm gerade von ihrem Fund berichten, als der alte Mann sich ihr zuwandte und eine böse Miene verzerrte.
"Ich habe genug von Euch... Ihr seid es nicht Wert, vor Sir Ichija zu treten...!"
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 02:15

Irgendwie wunderte es ihn, dass sein gegenüber Wendy einfach so in seiner Kammer herumschnüffeln ließ... War er so siegessicher, dass ihn das nicht kümmerte? Es wäre nicht das erste Mal, dass Luc mit so einem Level der Arroganz konfrontiert wäre - Und bisher war auch genau das immer die Schwäche gewesen, die er ausgenutzt hatte. Aber gegen einen Gegner, der seine Gedanken lesen konnte war das wohl doch um ein paar Ecken schwieriger. "Ihr lasst euch echt viel gefallen, ich frage mich ob das Arroganz oder pure Dummheit ist." Seine Stimme war immer noch voller Wut. So langsam bekam er das Gefühl, dass sie nicht mehr weiterkamen. Er wollte seine Agression an seinem Gegenüber auslassen, wusste aber, dass er wohl noch auf ihn angewiesen war... Auch wenn es nicht danach aussah, dass er ihnen bei ihrer Suche nach einem Ausgang helfen würde. "Ihr seid derjenige, der der Dummheit verfallen ist. Ihr wisst gar nicht, was ihr getan habt... Sir Ichija wird...."
Er konnte seinen Satz nicht mehr zu Ende sprechen. Wendy hatte offenbar etwas gefunden das ihnen weiterhelfen könnte und machte gerade Anstalten dazu, es ihm zu berichten, als der ältere Herr jedoch seine Fassade fallen ließ und seine Geduld verlor... Wendy hatte also tatsächlich etwas gefunden, was ihm sehr wichtig war.
Hilfe hin oder her, Luc konnte in diesem Moment seine Reflexe nicht mehr kontrollieren und spielte auf Risiko. Den vermutlich einzigen Moment, in dem sein Gegenüber nicht zu 100 Prozent aufpasste nutzte er dazu, mit seiner rechten Faust auszuholen und all seine gestaute Wut in einem Schlag in den Nacken zu entladen. Er hörte zwar kein Knacken, der alte Mann jedoch sackte zusammen und fiel Regungslos auf den Boden. Ein Zeichen dafür, dass er wohl nur temporär ausgeschaltet sein würde.
"Hast du einen Weg gefunden?" Fragend blickte er zu Wendy, welche regunglos dastand und etwas in der Hand hielt, das Ähnlichkeiten mit einem Kompass hatte.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 02:50

Wendy erschrak, als der alte Mann wie vom Blitz getroffen urplötzlich umfiel und regungslos auf dem Boden liegen blieb. Luc hatte den Moment genutzt und ihn mit nur einem einzigen Schlag niedergestreckt... Hoffentlich war er noch am Leben!
Aber was noch viel wichtiger war: Hoffentlich kamen sie jetzt aus diesem Labyrinth raus. Mit einem Kopfschütteln warf sie alle bösen Gedanken von sich. Sie durfte jetzt nicht die Hoffnung verlieren! Luc hatte das richtige getan... Wer weiß schon, was sonst passiert wäre? Ziemlich erfreut hatte der alte Mann ja nicht gewirkt.
Ein Blick auf den komischen Kompass zeigte ihr an, dass ihr Weg - sofern es denn überhaupt so funktionierte - Aus der Tür nach rechts führen sollte.
"Ich... Ich weiß es nicht. Auf dem Kompass ist nur ein W eingraviert... Vielleicht zeigt er uns ja den Weg?"
Sie musste hoffnungslos überfordert klingen... Und um ehrlich zu sein war sie das auch. Sie war noch nie in so einer bedrohlichen Situation gewesen... Zumindest nicht in dieser Form. Sie vermissten ihre Begleiterin und waren mit Kräften konfrontiert, von denen sie zuvor nie etwas gehört hatten... Und zu allem Überfluss wartete auch noch ein Teufelskraftnutzer auf sie! Wer sollte denn da nicht überfordert sein?
"Wir sollten uns wohl rechts halten... Vielleicht finden wir ja etwas oder jemanden." sprach sie schließlich, diesmal mit mehr Gewicht in der Stimme. Sie musste lernen in so Situationen erwachsener zu sein... Sonst würde sie nie das erreichen, was sie sich vornimmt!
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 19:20

Luc war erleichtert zu hören, dass er seinen übereilten Schlag auf absehbare Zeit nicht bereuen würde. Er zweifelte zwar an dem Sinn dahinter, einen Kompass zu einem Wegweiser umzufunktionieren, wollte jetzt aber nicht kleinkariert werden. Solange er funktionierte gab es absolut nichts zu beanstanden.
Luc kam aber nicht darum herum fragend die Stirn zu runzeln, als ihm einfiel, dass eine vermeintlich blinde Person eigentlich keinen Nutzen von solch einem Wegweiser hatte... Aber wie dem auch sei, vermutlich war er ja nur als Ersatzgerät hier hinterlegt worden.
"Okay, dann lass uns keine Zeit verlieren... Wer weiß, was sie sonst mit Shara anstellen!"
Er wollte seine kleine Begleiterin nicht unter Druck setzen, aber Shara hatte nun mal höchste Priorität. Und er würde jeden umbringen, der ihr auch nur ein Haar krümmte!
Die beiden schauten sich noch einige Sekunden um in der Hoffnung, gegebenenfalls doch noch etwas anderes zu finden und wandten sich schließlich dem Zeiger zu, der sie aus der Tür nach rechts lotste. Sie bogen noch einige Male ab und kamen schließlich zu einem Halt, als der Weg sie weiter nach unten führte. "Entweder das soll uns jetzt vorsätzlich verwirren oder wir haben den falschen Kompass gefunden..."
Ein blick zu seiner Begleiterin eröffnete ihm, dass auch sie nicht wirklich wusste, was sie jetzt tun sollten. Also entschlossen sie sich dazu, stumpf weiterzugehen... Bis der Weg nach einigen Minuten auch wieder nach oben führte. Also immerhin etwas!

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 03 2016, 19:50

Luc hatte einen guten Zug drauf. Wendy hatte beinahe Schwierigkeiten mit ihm mitzuhalten, da sie zeitgleich noch nach dem merkwürdigem Kompass schauen musste. Doch schaffte sie es für einen kurzen Moment seine Aufmerksamkeit zu ergattern und zu ihm aufzuschließen. Die Nadel zeigte abwärts, während es lediglich geradeaus weiter ging. Sehr merkwürdig. Entweder war hier früher mal ein Weg oder das Navigationsgerät war untauglich geworden. Seis drum. Luc hatte Hummeln im Hintern, was ihn einfach weiter laufen und den Kompass ignorieren ließ.
Sie liefen und liefen. Jedoch waren es nur Gänge. Keine Räume, nur weitere Gänge. Es war beinahe so, als wären sie in einem Bau von einem Maulwurf gelandet. Wie ein großes unterirdisches Labyrinth.
Auch wenn sie keine großen Hoffnungen mehr dem Kompass schenken wollte, passierte etwas merkwürdiges. Langsam, aber beständig schneller werdend, drehte sich die Nadel des Kompasses im Kreis.
"Warte für einen Moment, Luc", rief sie ihm zu.
Als sie zum Stehen kam und noch ein paar Schritte nach vorne wagte, drehte sich der Kompass wie ein Karussell. Die Blauhaarige fürchtete schon damit, dass die Nadel aus Vorrichtung springen würde.
"Das was wir suchen und vom Kompass angezeigt wird...muss direkt über uns sein", sprach sie mit einer kurzen Pause und überließ Luc weitere Schritte. Sie vermutete, dass sich dieser Sir Ichija womöglich dort oben mit Shara befand. Und wenn sie es richtig bemerkt hatte, waren sie beständig gen Erdoberfläche gelaufen. Somit konnte es sich wohl nur um ein Gebäude handeln und sie waren genau unter diesem.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Do Okt 06 2016, 16:15

Luc fasste sich nachdenklich an sein Kinn als Wendy die Hypothese in den Raum warf, dass der Ausgang oder möglicherweise sogar der Boss selbst sich über ihnen befand. Wenn man so darüber nachdachte machte das durchaus Sinn, immerhin bekam auch er langsam das Gefühl, dass sie lediglich kontinuierlich nach oben gehen würden, ohne sich dabei von einem wirklichen Punkt zu entfernen.
"Gut möglich... Wir sind echt lang genug stupid dem Weg gefolgt... Ist nur die Frage, wie wir dahin kommen, also falls da etwas ist." klar, sie konnten immer noch dem Weg und somit dem Kompass folgen, aber vielleicht gab es hier ja auch irgendeinen versteckten Aufgang, den sie finden mussten?
Luc glaubte zwar nicht daran, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit bestand immer.
"Vielleicht gibt es ja eine Art... Keine Ahnung, Abkürzung die wir nehmen können. Ich meine, wer von denen läuft denn freiwillig knapp eine Stunde bergauf, nur um an die frische Luft zu kommen?" Nachdenklich betrachtete er die Wände. Wenn es stimmte, was der alte Mann ihnen erzählt hatte, hat Sir Ichija das ganze Tunnelsystem alleine auf die Beine gestellt... Aber warum würde er seine eigenen Untergebenen durch diesen Irrgarten schicken? Ein wirkliches System schien es ja nicht zu geben.
Lautlos zog er sein Brecheisen und klopfte einige Male damit gegen die Wände. Nichts. Weder ein Hohlraum, noch eine versteckte Tür. Einfach nur Gestein.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Fr Okt 14 2016, 16:57

Der Kirschblütenhaarige schien ihre Aussage im Kopf durchzugehen. Ihr Weg führte sie stetig an die Oberfläche, zumindest machte es für sie den Anschein. Wenn sie gedanklich die Route ihres Weges sich vor Augen hielt, schienen sie im Zickzack auf langen Wegen sich horizontal vorwärts zu bewegen. Eine äußerst unproduktive Bauart, wenn sie das ganze beurteilen müsste. Es machte beinahe den Eindruck, als würde über diesen Pfad etwas transportiert werden. Die Länge der Wege und die Bauart sprachen dafür, dass etwas in die Untergründe gekarrt wurde, was besonderer Vorsicht bedarf. Doch was das sein könnte, kam ihr in diesem Moment nicht wirklich in den Sinn.
"Ich bin fest entschlossen...wir werden Shara dort finden", sprach sie anfangs sehr euphorisch, bis sie eine peinlich berührte Pause einlegte und etwas rot im Gesicht wurde.
Die Aussage von Luc hatte sie völlig aus den Gedanken gerissen und ihren Mut überschwappen lassen, so dass sie eine recht, für sie untypisch, Entschlossenheit in ihrer Stimme verzeichnen konnte.
Darauffolgend stellte Luc eine Hypothese auf, die Wendy nur unterschreiben konnte. Sie unterstützte auch ihre These, dass dies ein Transportweg sein musste. Während sie so hin und her überlegte, fielen ihr die Worte vom Blinden ein. Er hatte die Teufelsfrucht erwähnt. Ob sie vielleicht...?
"Sag mal, Luc. Könntest du nicht einfach versuchen deine Kräfte dieser merkwürdigen Frucht nutzen, damit wir hier rauskommen", fragte sie anfangs etwas zögerlich und unsicher, doch wurde sie mit jedem Wort hoffnungsvoller und sicherer. Irgendwas musste diese Frucht ja nützen, wenn ihr männlicher Begleiter sich deren Kräfte aneignete. Mit dem Geklopfe seines Brecheisens würden sie sicherlich nicht weiter kommen.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 17 2016, 05:43

Luc schaute ein wenig perplex zu Wendy, als sie ihm die wohl berechtigte Frage stellte, ob er nicht Nutzen von seinen neu hinzugewonnenen Teufelskräften machen könnte. Um ehrlich zu sein würde er das auch sehr gerne tun, aber es gab leider einen Grund, weshalb er das Thema hat konsequent ausblenden wollen. Er mochte zwar jetzt einer dieser Teufelskraftnutzer sein.. Aber er hatte keinen blassen Schimmer, was es nun mit dieser dubios schmeckenden Abscheulichkeit auf sich hatte...
Er kratzte sich einige Male am Kopf, ehe er sich dazu entschied Wendy mit einem schiefen Grinsen zu antworten. "Ähhh... Ja, hehe... Ich habe nur leider keinen blassen Schimmer, was ich jetzt angeblich alles tolles damit machen kann... Der alte Mann hatte davon nix erwähnt... Hehe..."
Es war dem Rosahaarigen zugegebenermaßen ein wenig peinlich, sich so hilflos vor Wendy geben zu müssen. Vermutlich eine alte Angewohnheit, gegenüber Frauen keine Schwäche zeigen zu wollen. Er spielte kurz mit dem Gedanken, in einigen kuriosen Bewegungen herumzutrampeln und darauf zu hoffen, dass sich irgendwas in ihm tat, verwarf ihn aber sehr schnell wieder, da er sich nicht zum Affen machen wollte. Zumindest nicht jetzt.
Um ganz ehrlich zu sein, wusste er nicht mal, ob er da überhaupt eine Teufelsfrucht verzehrt hatte. Klar, die Worte des alten Mannes waren mehr oder minder eindeutig gewesen, aber wer sagte, dass er da nicht einfach in irgendeine exotisch-giftige Attrappe gebissen hatte? Die einzigen Auswirkungen die er bisher spüren konnte war ein ätzend dumpfes Drücken auf der Brust und erste Anzeichen von Fieber... Etwas, was er zwar soweit unterdrücken und wegdenken konnte, Wendys These aber nicht wirklich unterstützte.
"Ich glaube uns bleibt wohl nichts anderes übrig, als weiter zu gehen... Auch wenn ich damit gerne helfen würde..." In seiner Stimme machte sich eine subtile Hoffnungslosigkeit breit. Er hatte seinen Ehrgeiz zwar noch nicht verloren, aber die Umstände hätten weit besser sein können. Ein Blick zu Wendy genügte schließlich um ihm klar zumachen, dass sie von ähnlichen Gedankengängen geplagt wurde. Er hätte sie ja aufmuntern wollen, kämpfte aber gerade selber gegen den Drang, etwaige Körperflüssigkeiten aus seiner Nase zu entfernen, die sich in Folge seiner erhöhten Körpertemperatur gebildet hatten. Wenn das mit dem Fieber so weiter ging, würde er noch krank zusammenbrechen, ehe sie auch nur in die Nähe von Shara kämen. Er brachte es aber nicht um sein kleines Herz, Wendy von seiner Vermutung zu berichten. Wenn er ihr hier und jetzt erklären würde, dass er vermutlich einfach nur in ein giftiges Stück Exotik gebissen hatte, so würde auch die letzte Moral verloren gehen.
Die Frage, die er sich jedoch just in diesem Moment stellte, war eine ganz andere: Bewegt die Wand sich gerade oder halluzinierte er?
Der junge Pirat sollte seine Antwort schneller bekommen, als er sie erwartet hatte. Das einzige, was er nun noch spüren konnte, war ein purer, dumpfer Schmerz in seiner linken Gesichtshälfte, während er mit einer massiven Kraft gegen die Wand geschleudert wurde und langsam an dieser herabrutschte. Während er den ersten Schlag noch gänzlich gespürt hatte, spürte er den Aufprall an der Wand nur noch am Rande, bis er urplötzlich nur noch eine dumpfe Vibration auf seiner ganzen Körperoberfläche wahrnahm. Eine warme Flüssigkeit lief langsam an seiner linken Schläfe herab und vermischte sich mit dem Schnodder, der nun seinen Weg aus seiner Nase fand... Oder war es doch Blut? Er hatte das Verlangen nachzuschauen, aber weder sein Körper bewegte sich, noch konnte er viel mit dem Auge erfassen. Das einzige, was er wahrnehmen konnte, war Wendy, die nun neben ihm kniete und begann, wild mit ihren Händen zu gestikulieren. Sie fasste ihm an den Kopf, doch er spürte nichts. Sie schien etwas zu sagen, doch er hörte nichts. Langsam und stetig entzogen sich nun auch seine Augen seiner Kontrolle, ehe Wendy sich in einen bloßen Schemen verwandelte, während der Hintergrund, vor dem sie sich befand, plötzlich weiß wurde. Es war kein Licht, aber er konnte es auch als nichts anderes identifizieren... War die Wand denn die ganze Zeit schon weiß gewesen... und er hatte es einfach nicht bemerkt? Nein... Nein, das konnte nicht sein. Immerhin bewegte es sich ja! Aber sie waren doch allein gewesen... War ihnen jemand gefolgt? Nein... Das hätten sie bemerkt. Oh, vielleicht war es ja Lyra, die sie besuchen kam! Hatte sie Kekse dabei? Er liebte Kekse!
Der Gedanke an seine Geliebte verschaffte ihm etwas Glückseligkeit... Wie er so da an der Wand lag, wurde ihm erstmal bewusst, wie bequem sie doch eigentlich war. Er hatte sich schon lange nicht mehr so entspannt gefühlt! Wenn er so darüber nachdachte, hatte er auch lange keinen guten Schlaf mehr gehabt... Aber was wäre mit seinen Keksen, wenn er jetzt einschlief? Er würde sie ja Wendy überlassen... Aber dazu müsste er ja was sagen, und dazu war er zu müde! Er wollte sich gerade dazu entschließen einzuschlafen, als er jedoch Kopfschmerzen bekam. Langsam, ganz langsam breiteten sie sich über seinen ganzen Körper hinaus, ehe er nichts mehr als puren Schmerz empfand. Sein Gehör kehrte langsam zurück, und auch seine Augen holten ihn langsam aus seinem kleinen Traum heraus, den er gerade hatte. Er sah einen kleinen Mann hinter Wendy, den sie jedoch nicht zu bemerken schien, während sie sanft auf Luc einredete. Er hatte einen weißen Anzug an.... Und für seinen Geschmack ein wenig zu viel auf den Rippen. Seine goldbraunen Haare glänzten förmlich, während er das kantige Gesicht zu einer Fratze verzog und zu einer Antwort setzte.
"Meeeen~, wie bedauerlich..."
Dann wurde alles schwarz.

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mo Okt 17 2016, 22:06

Wendy fühlte sich nach Lucs Antwort hoffnungsloser und dumm zugleich. Wer hätte auch ahnen können, dass sich solche Kräfte gleich in seiner vollen Blüte zeigten oder der Nutzer sofort weiß, wie er was zu machen hatte.
"Oh...tut mir leid. Ich hätte es nicht ansprechen sollen", sprach sie sehr enttäuscht von sich selbst. Jetzt hatte sie wahrscheinlich die Gedanken ihres männlichen Begleiters auch noch ins Negative gezogen. Niedergeschlagen ließ sie den Kopf hängen und merkte überhaupt nicht, dass er nicht nur mit ihrer derzeitigen Situation, sondern auch mit fieberähnlichen Symptomen zu kämpfen hatte. Ihre gedanklichen Vorwürfe nahmen sie völlig ein, ehe Luc vorschlug weiter zu gehen. Es half auch nichts. Es war ihre einzige Möglichkeit wieder einem Hoffnungsschimmer entgegen zu blicken.
Sie nickte nur und lief schon mal voraus. Kaum hatte sie sich fünf Meter von ihm entfernt, hörte sie zwei dumpfe Aufschläge. Langsam drehte sie sich wieder zu Luc um und musste sich die Hände vors Gesicht halten. Da lag er nun. Mit eingedrücktem Gesicht, klaffender Kopfwunde und etwas undefinierbarem, was aus seinen Nasenhöhlen seinen Weg ins Freie bahnte. Erst konnte sie ihre Beine nicht rühren vor Schreck, doch kriegte sie schnell die Kurve und eilte zu ihm. Kniend setzte sie sich vor ihn und nahm sanft seinen Kopf in die Hände. Sie war keine Ärztin. Woher sollte sie wissen, was sie in solch einem Moment tun sollte? Vor lauter Sorge um Luc verschwendete sie keinen Gedanken daran, über die Ursache seines Zustandes nachzudenken. Sie tat dies, was der Blauhaarigen am ehesten in den Sinn kam.
"Luc...", begann sie recht zaghaft und nahm sah sich ihn genauer an. Er blutete. Und heiß war er auch noch. Wenn sie sich nicht täuschte, wurde er mit jeder Sekunde immer heißer. Sie hielt es nicht mehr aus und ließ den Kopf los. Es war einfach zu heiß. Langsam überrollte sie eine Welle von Panik und stellte ihre Nackenhaare auf.
"Luc! Wach auf! Bitte! Bitte, du musst aufwachen! Bleib wach! Du kannst mich hier nicht alleine lassen! Luc", schrie sie durch die langen Gänge auf ihren neu gewonnenen Freund an, in der Hoffnung, er würde ihr Flehen vernehmen. Doch nichts. Tränen stiegen ihr ins Gesicht, ehe sie eine fremde Stimme hinter sich vernahm.
Mit einem Mal verschwand ihre Panik. Sie war nicht mehr allein. Und nun konnte sie sich auch ungefähr zusammenreimen, was mit Luc passiert war. Es war weder ihre noch ein Eigenverschulden. Er war es. Die männliche Stimme. Sie erhob sich langsam und drehte sich langsam um und schenkte der Person einen wütenden Blick. Die Person war wohl das Ekel schlecht hin. Kurze rotbraune Haare, die wild in verschiedene Richtungen abstanden, ein weißer Anzug und ein Gesicht, als wäre die Mutter eine Seekuh und der Vater ein Büffel gewesen. Und dazu diese Pose. Alles an ihm war einfach widerlich. Und zudem hatte er Luc verletzt.
"Du...", sprach sie überraschend bedrohlich aus und zog ihren Bogen vom Rücken und legte einen Pfeil auf.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Mi Okt 19 2016, 22:27

Sein Kopf tat weh. Sein Gesicht tat weh. Er versuchte, seine Augen zu öffnen, aber eine dumpfe Kraftlosigkeit hielt ihn davon ab. Er fühlte sich, als hätte er die sieben Tore der Hölle nacheinander durchtreten und wäre nun am Abgrund der Welt angekommen. Nichts in seinem Körper regte sich. Er saß wie in einem Raum, um ihn herum nur Schwärze. Vereinzelt erhaschten seine Ohren dumpfe, weit entfernte Stimmen, so leise, dass er sie nicht verstehen konnte. War er gestorben? Nein... Er spürte die Wand noch in seinem Rücken... Sie war unebener, als er sie in Erinnerung hatte, aber auf welche Erinnerung konnte er sich schon verlassen? Er erinnerte sich an fast gar nichts... Er war mit Wendy unterwegs, da war ein alter Mann, ein Kompass... Dann ein Schlag... Ein weißer Anzug... Und dann nichts. Er hatte sein ganzes Leben lang nur einmal so ein Gefühl verspürt. Es fühlte sich an, als hätte man etwas aus ihm herausgerissen. Wie damals. Es fühlte sich an, als wäre er unvollständig. Er hasste dieses Gefühl... Schon damals hat er es gehasst. Doch was sollte er tun? Er konnte sich nicht regen. Sein Herz pochte unaufhaltsam, als würde es kontinuierlich Adrenalin durch seinen Körper pumpen... Seine Brust war schwer, als würde er in einer tiefschwarzen Rauchwolke sitzen. Sein Fieber umso schlimmer. Aber irgendetwas hielt ihn in der Realität. Er wusste, dass er irgendetwas gesehen hatte, bevor er in diesen Zustand versetzt wurde. Aber was war es? WAS war es gewesen?
Er hustete. Es fühlte sich an, als würde seine Lunge eine ganze Rauchwolke aus seinem Mund pressen. Ein ekelhafter, kohleartiger Geschmack machte sich auf seiner Zunge breit.
Zunge? Er konnte schmecken? Das war doch etwas gutes, oder? Kehrten seine Sinne gerade ganz langsam wieder zurück?
Der rosahaarige versuchte, einen seiner Finger zu bewegen... Nichts. Es war, als wäre sein Körper noch in einem tiefen Schlaf. Er versuchte es nochmal. Nichts.

"Meeen~, Ihr habt die Frucht also nicht mehr?" Diese Stimme. Er erkannte sie! "Wie oft muss ich es dir noch sagen... Wir hatten sie nie! Krieg das in deinen perversen Schädel rein, du Mistkerl!" Shara? Shara war auch hier? "Du bist ganz schön vorlaut geworden, Meeen~... Aber ich mag dein Parfum!" Was passierte gerade? Wieso konnte er seine gottverdammten Augen nicht öffnen? Warum gehorchte ihm sein verflixter Körper nicht. "Ich hasse es wirklich, das tun zu müssen, aber ich habe keine andere Wahl. Onyx, halt sie über die Klippe."

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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Do Okt 20 2016, 23:01

Zuvor...

Wendy stand ihrem Gegner gegenüber und hatte ihren Bogen gespannt. Der Kerl, der genauso groß war wie sie, was schon recht peinlich sein musste, stand weiterhin in seiner Pose da. Er hatte einen Ausfallschritt gemacht und sich leicht zur Seite gebeugt. Zudem hielt er die Arme überkreuzt und formte mit seinen Fingern zwei Pistolen.
"Meeen ~, was für ein süßes Parfum. Leg den Bogen weg und wir klären das von Mann zu Mann...oder eher Mädchen, Meeen ~."
Wendy biss die Zähne zusammen. Wie sollte sie jetzt handeln? Der Kerl war wie aus dem Nichts aufgetaucht und hatte sicherlich Luc K.O. geschlagen. Vielleicht hatte er sie auch nur auf dem falschen Fuß erwischt. Sie musste es einfach versuchen. Sie ließ die Sehne los und ließ den Pfeil fliegen.
Voller Hoffnung schloss sie die Augen und hoffte darauf, dass ihr Angriff sein Ziel finden würde. Im Kopf malte sie sich so viele Szenarien aus, wie sie getroffen haben konnte und wie sie danach handeln würde. Doch wurden alle ihre Szenarien ausgelöscht, als sie ein Geräusch vom zusammenschlagenden Felsen hörte.
Hastig öffnete sie ihre Augen und sah ihren Pfeil in einer Faust aus Stein. Ihr Gegner hatte seinen Arm in der Steinwand. Um das Gliedmaß herum machte es den Eindruck, als hätte der Gestein sich verflüssigt und Wellen gebildet. Im nächsten Moment wurde ihr Pfeil in der Faust in zwei gebrochen und landete auf dem Erdboden. Ihr Blick änderte sich in reines Entsetzen und Hilflosigkeit.
"Satz mit X, das war wohl nix."
Wendy fiel bei diesen Worten mit Tränen in den Augen auf ihre Knie. Sie kam sich noch nie so hilflos vor. Sie hatte eindeutig versagt. Ihr Gegner hatte eindeutig die Karten in der Hand und hatte sie Schachmatt gesetzt.
Langsam kam er auf sie zu und legte seine Hand auf ihre Schulter ab. Vor lauter Angst ließ sie es einfach zu.
"Folge mir und deinem Freund wird nichts geschehen", sprach er fast schon freundlich aus.
Sie schniefte. Es war ihre einzige Möglichkeit Luc noch die Zeit zu verschaffen, um sich zu erholen. In diesem Moment konnte sie nichts für ihn tun, als dem Willen des Fremden nachzukommen.
Der Mann legte seine Hand wieder auf der Steinwand ab und öffnete einen Tunnel. Von dort kam ein großgewachsener Kerl heraus, der Luc auf seine Schulter warf. Langsam richtete sie sich wieder auf die Füße und lief hinter dem großen Kerl her, den Teufelsfruchtnutzer im Rücken.

Zu jetzigem Zeitpunkt...

Sie wurden zu Shara an die Klippe geführt und neben ihr positioniert. Ihr Entführer und Peiniger legte die Hand auf dem Erdboden ab und umhüllte die beiden Neuankömmlinge, wie die Lilahaarige, mit Erde. Offenbar war Shara schon länger hier. Ihr Gesicht sah aus, als wäre es mit ein paar Schlägen bearbeitet worden, doch hatte sie immer noch ihre reife Schönheit, mit dem sie werben konnte.
Das Verhör ging weiter. Es ging um die teuflische Frucht, die Luc scheinbar gegessen hatte.
Doch Shara stellte sich stumm und unwissend, was zur Folge hatte, dass ihr mit einem Absturz von der Klippe gedroht wurde.
"Nein, wartet! Wir...wir haben sie wirklich nicht! Werft sie bitte nicht da runter", flehte Wendy, in der Hoffnung, dass ihre Worte Gnade erzeugten.
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BeitragThema: Re: Das Bergdorf   Heute um 23:19

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Das Bergdorf
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